Nah am Feind – BF 3 „Close Quarters“

Hui, der erste kostenpflichtige DLC für Battlefield 3 ist auf meine Festplatte gewandert. Für mich als Infanteriespieler ist das stark nahkampflastige „Close Quarters“ auf jeden Fall interessant.

httpv://www.youtube.com/watch?v=op25KdKB4oY

Parellel zum DLC für 14,99 € hätte ich mir auch gleich das „Premium“-Paket holen können. Da gibt´s dann die kommenden DLCs und allerlei mehr oder weniger sinnfreien Schnickschnack (u.a. ein neues Kampfmesser, das genauso gut oder schlecht ist wie das alte) für knapp 50 Euro im Paket. Abgesehen davon, dass meine Finanzmittel gerade etwas limitiert sind warte ich lieber ab, in welche Richtung sich Premium entwickelt. Mich interessiert eigentlich nur die Qualität der kommenden DLCs, der ganze andere Quatsch (oh, tolle Insidertipps, Reset-Möglichkeit der eigenen Statistik und Double-XP-Events) kratzen mich überhaupt nicht. Ich brauche auch keine spezielle Markierung „Premium Player“ mit speziellen Dogtags, ich mache meine Kills und Punkte auch so. Aber gut, jeder wie er´s mag. Sollten die kommenden DLCs vernünftig sein, lege ich mir Premium wahrscheinlich auch noch zu. Im Moment ist das aber eher die-Katze-im-Sack-kaufen und das brauche ich nicht.

„Close Quarters“ spielt sich jedenfalls wie erwartet. Weniger Battlefield, mehr Call of Duty, was völlig in Ordnung ist. Kompromisslose Action, bei der komplette Inneneinrichtungen effektvoll zerlegt werden, eine Handvoll neuer Waffen mit Lieblingen wie der MP5k und der HK417 und der neue (wenn auch schon in vielen anderen Shooters vorher eingesetzte) Gunmaster-Modus machen schon mächtig Laune. Für Spieler, die an BF3 allerdings große Karten, bedachtes Vorgehen und Taktik lieben ist „Close Quarters“ absolut und überhaupt gar nicht empfehlenswert. Die Maps sind sehr klein, ein schnelle Finger am Abzug ersetzt taktisches Vorgehen beinahe komplett. Spaß macht´s trotzdem, zumal die neuen Waffen auch auf den regulären Karten von BF3 eingesetzt werden können.

Als DLC ist „Close Quarters“ gelungen, der Preis von knapp 15 Euro erscheint mir allerdings für vier Karten, ein paar neue Waffen und ein paar Kleinigkeiten recht hoch. Mal schauen, wie „Armored Kill“ wird, da soll es primär um Fahr- und Flugzeugschlachten gehen. Gähn, für mich als Fußsoldat weniger interessant. Ich mache zwar gern Panzer kaputt als Ingenieur mit Minen und AT-Raketen, aber fahren will ich die Dinger nicht so gern. Ich lasse mich gern überraschen.

httpv://www.youtube.com/watch?v=wapDDxuvhCg

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(V)erspieltes Vergnügen?

Vorhin habe ich gerade ein paar Runden auf den Schlachtfeldern von „Battlefield 3“ verbracht und mich tierisch gefreut, als ich nach 60 Kills mit meinem Scharfschützengewehr endlich durch das Freispielen des „Straight Pull Bolts“ nachladen kann, ohne das Gewehr absetzen zu müssen. Klingt vielleicht nicht sonderlich spannend, aber normalerweise muss man bei einer Bolt-Action-Waffe zum Nachladen das Auge vom Zielfernrohr nehmen und verliert damit das Ziel aus den Augen.

Spiele, in denen man durch gute Leistungen nach und nach bessere Waffen, Ausrüstung oder Talente freischaltet, motivieren doch gerade dadurch, dass man teils lange kämpfen muss, um die nächstbessere Waffe zu erhalten. Das hat mich schon damals bei BF2 enorm motiviert und tut es jetzt bei BF3 ebenso. Doch seit kurzem hätte ich die Möglichkeit, mir meinen Fortschritt auch gegen Geld erkaufen zu können. Wie, das ist nicht neu? Stimmt, bei free-to-play-Titeln ist das Standard, aber die kosten meist auch keine initialen 50 Euro.

„Kit Shortcuts“ nennt Electronic Arts die Angebote, sich für vergleichsweise viel Geld die freispielbaren Waffen schneller zu verschaffen. Abgesehen davon, dass ich kein zusätzliches Geld auszugeben bereit wäre, verderbe ich mir doch nicht selbst die Motivation, indem ich mir den Fortschritt erkaufe, statt ihn zu erspielen. Sicher, wie auch viele andere DLCs zu Spielen, werden sich die Kit Shortcuts ordentlich verkaufen (wobei die ja kein DLC im eigentlichen Sinne sind), aber für mich kommt das nicht in Frage. Das wäre ja in etwa so, als würde ich mir zum Release von Diablo III gleich einen Level 60 Charakter dazu kaufen. Total blöd.

Naja, Electronic Arts hat eine weitere Möglichkeit zum Geldmachen gefunden und auf den virtuellen Schlachtfeldern werden bald Noobs mit den ganzen hochstufigen Waffen rumlaufen. Soll mir recht sein, ich putze die auch mit meinen erspielten Knarren von der Karte. Hooah!

Karkand, Du hier?

Ein wenig ist das fast wie nach-Hause-kommen, wieder durch die Straßen von Karkand zu schleichen und auf Feinde zu lauern. Ja, ich habe gerade den ersten DLC zu BF3 angezockt: „Back to Karkand“. Sofort kommt das alte Gefühl jener durchzockten Nächte wieder hoch und ja, es macht nicht nur noch immer Spaß, sondern mit der neuen Technik sogar richtig viel mehr Spaß als im schon einige Jahre alten Vorgänger. Waren damals Häuser und Hindernisse unzerstörbar, lässt sich nun fast alles in Schutt und Asche legen, Hausfassaden inklusive. Wer schon immer die lästigen Sniper buchstäblich aus dem Gebäude ballern wollte, hat nun die Chance dazu. Die Engine ist wirklich ein Hammer, was aber auch dazu führt, dass meine 5870 nur auf „High“ und ohne Deferred AA wirkliche flüssige Action auf den Screen bringt. Das AA ist, ebenso wie die Ambient Occlusion, ein echter Performancekiller.

Schön, dass man die neuen Waffen im Rahmen kleiner Missionen freispielen muss und nicht sofort auf dem silbernen Tablett serviert bekommt. So schafft das Addon neben der Abwechslung auch Motivation. Wobei ich sagen muss, dass die Partie auf „Wake Island“ ziemlich ernüchternd war. Fast unbezwingbare Helikopter und Flugzeuge, die man selbst mit geeigneten Waffen nur in Ausnahmefällen vom Himmel holt, machen das Ganze zu einer ziemlich öden Angelegenheit. Dafür rocken natürlich „Sharqui Peninsula“, „Strike at Karkand“ und „Gulf of Oman“ richtig, an einigen Stellen sinnvoll erweitert und absolut atemberaubend vom Look. Ich habe heute zum ersten Mal gesehen, dass sogar die Armbanduhr meines Soldaten die Sonne reflektiert…ja, das sieht man nur, wenn man gerade erlegt wurde.

Nach einer intensiven Partie sind besonders die Stadtlevels kaum wiederzuerkennen, überall stehen brennende Panzerwracks, liegen Trümmer herum und klaffen Löcher in Hauswänden, die vorher nicht dort waren. Absolut grandios gemacht und ein würdiges Revival der zu Recht beliebtesten Maps aus BF2.

Ach ja, so ziemlich jeder Besitzer von BF3 sollte den DLC kostenklos bekommen, denn der ist Bestandteil der „Limited Edition“, die hierzulande die normale Ladenversion ist.

Also, wie sehen uns in Karkand. Hoffentlich im selben Team.