Kreatives Ventil: Musik

Ja, so kann’s gehen. Da nimmt man sich vor, endlich mal wieder was zu schreiben, nämlich eine gemeine Kurzgeschichte namens „Aranea“ für eine Ausschreibung des Verlags Torsten Low und dann passiert sowas … Mein kreatives Ich verlangt nach Druckabbau im musikalischen Kontext. Naja, gesagt, getan, Musik gemacht. Das Schreiben wurde etwas verschoben und das Resultat meiner kompositorischen Eskapaden ist hier zu belauschen bestaunen.

Mit dem Verfassen von „23b“ war es wohl nicht getan, es musste sich noch mehr kreative Energie ihren Weg nach außen bahnen.

So, hoffe, jetzt kann ich an „Aranea“ weiter arbeiten.

Advertisements

C.S.U. – Christlich Sozialer Unsinn

Soweit ist es also gekommen. Gleichgeschlechtliche Paare müssen sich von Kristina Schröder (CDU) vorwerfen bescheinigen lassen, „konservative Werte zu leben“ und sollen deswegen steuerlich mit richtigen, normalen gemischtgeschlechtlichen Paaren gleichgestellt werden. Welch Jauchzen wird die schwul-lesbischen Reihen durchziehen. Oder auch nicht. Denn halt, es gibt ja noch die CSU. Die findet das irgendwie nicht so gut.

So heißt es von Frau Hasselfeldt (Quelle oben), hohes Tier in der CSU:

„Die Ehe zwischen Mann und Frau steht unter besonderem Schutz, weil sie grundsätzlich auf die Weitergabe von Leben ausgerichtet ist – in homosexuellen Beziehungen ist dies nicht der Fall.“

Ja, und? Also werden kinderlose (heterosexuelle) Paare in Zukunft steuerlich ebenfalls benachteiligt? Kaum anzunehmen. Es geht also nicht um die „Weitergabe von Leben“, das ist nur eine Schutzbehauptung. Vielmehr spielen hier religiöse oder sonstwelche hinterwäldlerischen Ressentiments eine Rolle. CDU/CSU nennt das „konservativ“.

Horst Seehofer wird mit den Worten zitiert:

„Wir haben großen Respekt vor gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften, in denen die Partner auch füreinander einstehen. Aber Ehe und Familie sollten privilegiert bleiben. Daran sollten wir nicht rütteln.“

Was wohl soviel heißt wie: Langfristig kommen wir wohl nicht dran vorbei, werden aber alles tun, um es so lange wie möglich hinauszuzögern.

Auch Michael Fuchs glänzt mit einer Aussage (gleiche Quelle):

„Ich habe nicht das Gefühl, dass wir mit diesem Thema mehr neue Wähler gewinnen als wir Stammwähler verlieren.“

So ist das also mit dem „großen Respekt“. Sich zeitgemäß zu verhalten, alle Menschen gleich an Würde und Rechten geboren zu behandeln ist offenbar nicht Teil der politischen Kultur der Herren Seehofer und Fuchs. Naja, zugegeben, selbst wenn die CDU/CSU sich für die steuerliche Gleichstellung von schwulen und lesbischen Paaren stark machen würde, ist kaum anzunehmen, dass aus diesen Lagern ein starker Wählerzustrom zu erwarten wäre. Insofern wären die Verluste wohl tatsächlich höher als die Zugewinne. Aber ist es nicht genau das, worüber die Union und alle Menschen in Deutschland mal nachdenken sollten? Dass hierzulande Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden? Was laut diverser Gesetze nicht der Fall sein dürfte? Und dass Millionen Wählerinnen und Wähler das sogar unterstützen? Kann eine ernstzunehmende Partei (bzw. zwei) tatsächlich so etwas fordern? Offenbar. Es scheint ja auszureichen, dass schwule und lesbische Paare keine „eigenen“ Kinder haben können, um ihnen diverse Rechte abzusprechen.

Nun gut, die CDU/CSU als moralisches Gewissen Deutschlands kann sich sowas natürlich erlauben. Sündhaftes Verhalten ist strahlenden Lichtgestalten wie zu Guttenberg oder Seehofer („Plagiat“ ist aber auch so ein undankbares Wort und man wird doch wohl noch Kinder mit anderen Frauen als der eigenen haben dürfen) ohnehin völlig fremd. Dieser moralischen Überlegenheit müssen sich Schwule und Lesben nun einmal beugen. Das sündige Ketzerpack.

Ja, das war Sarkasmus.

Heute mal: Musik!

Hier zum ausklingenden Jahr noch mal ein paar schon ältere Titel von kheryha & lito. In 2012 wird´s dann auf jeden Fall neues Futter geben.

https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1074601&show_comments=true&auto_play=false&show_playcount=true&show_artwork=true&color=9f9d9c electronics by kheryha & lito by Crennas

Mehr kheryha in 2012

Nachdem ich mit meinen Bestrebungen, mehr bloggen, Musik machen und generell schreiben zu wollen, in 2011 recht kläglich gescheitert bin, ist nun der Plan gefasst, genau das (und diesmal wirklich) in 2012 zu schaffen.

Das überarbeitete Design von kheryha (hier kommt das wirklich vorzügliche „arras“-Theme zum Einsatz) ist nur der erste Schritt, auch hieran wird sich noch einiges ändern…meine recht beschränkten CSS-Kenntnisse verzögern den Umbau ein wenig 🙂 aber man kann ja nicht alles können. Irgendwann gibt´s auch ein Headerbild und so.

Neben dem üblichen Geblogge soll und wird es in 2012 mehr Musik von kheryha & lito. geben und darüber hinaus auch eigene schriftstellerische Sachen. Ich trage schon seit gefühlten Ewigkeiten jede Menge Ideen für meinen Roman, Kurzgeschichten, Gedichte und Songtexte mit mir herum, die aus Mangel an Zeit und an Gelegenheiten, sich wirklich mal nur darauf konzentrieren zu können, noch immer nur in meinem Kopf existieren. Mit der Zeit machte mir das kreative Chaos im Kopf immer mehr zu schaffen, so dass das jetzt alles mal raus muss. Ich richte dafür spezielle Bereiche auf kheryha.de ein, in denen es dann jeweils Kurzgeschichten und alles andere zu lesen geben wird.

Mittelfristig soll kheryha.de also zu einer richtigen Website werden und nicht mehr „nur“ Blog sein. Mal sehen, ob das in 2012 gelingt.