A tale of two vampire – sisters

Wenn man sich auch nach Jahren immer noch an diese eine Quest in einem quasi uralten Spiel zurückerinnert, und bei dieser Erinnerung wieder Lust bekommt, das Spiel trotz jeder Menge Bugs und recht mieser Performance noch mal zu installieren, dann muss etwas mächtig Eindruck gemacht haben. Genauso war es bei mir mit „Vampire: The Masquerade – Bloodlines“, einem düsteren Vampir-Rollenspiel aus dem Jahre 2004. Die Originalversion dieses großartigen Werks war stark verbuggt (das reichte bis zu einem unvermeidlichen Queststopper, der verhinderte, dass man das Spiel beenden konnte!), wird aber bis heute von einer aktiven Community mit selbstgestrickten Patches versorgt.

Da gab es diese Quest mit zwei Vampirschwestern in einem Club namens „Asylum“. Jeanette und Therese Voerman, die unterschiedlicher kaum sein könnten, schickten den Spieler auf verschiedene Missionen, wobei man selbst entscheiden konnte, welcher der beiden man helfen wollte. Um nicht zu spoilern sage ich hier nur, dass ich beim ersten Spielen dieses Handlungsstranges zum Schluss mit offenem Mund da saß und von der Story absolut begeistert war. Das ist große Kunst, das ist Atmosphäre, so schafft man einen echten Klassiker.

Allein der Soundtrack im „Asylum“ ist ein Atmosphärehammer:

Überhaupt hat sich Jeanette Voerman absolut in mein Gedächtnis gebrannt, keine Ahnung wieso. Haha. Die Dialoge, wenn man selbst auch einen Malkavianer spielt sind natürlich der Brüller. Das war sowieso ein weiteres Highligt des Spiels, dass je nach gewähltem Clan die NPCs unterschiedlich reagierten und damit manche Gespräche völlig andere Wendungen nahmen.

Ein Remake des Spiels mit einer zeitgenössischen Grafikengine (obwohl die Source-Engine ja noch immer nicht hässlich ist), das wär´s doch. Und zum Schluss hin wünsche ich mir weniger stupides Geschlachte und mehr Rollenspiel. Aber ansonsten kann das gern bleiben wie es war. Außer vielleicht…ich hätte gern eine Möglichkeit, Heather, meinen persönlichen Ghoul, zu retten. Aber wir sind hier in der Welt der Dunkelheit und die ist bekanntlich alles andere als ein Ponyhof.

Ach ja, der Titel dieses Posts ist einem asiatischen Horrorfilm entliehen (von dem es natürlich auch ein US-Remake gibt), nur falls es irgend wen interessiert. Passt ganz gut. Dachte ich.

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Heute mal: Musik!

Hier zum ausklingenden Jahr noch mal ein paar schon ältere Titel von kheryha & lito. In 2012 wird´s dann auf jeden Fall neues Futter geben.

https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1074601&show_comments=true&auto_play=false&show_playcount=true&show_artwork=true&color=9f9d9c electronics by kheryha & lito by Crennas

Soziale Defizite (1)

Mad girl
Can you believe
What they’ve done to you?
Wouldn’t they stop
When you asked them to leave you alone“

Emilie Autumn – Mad Girl

-1-

Miss, Sie dürfen hier nicht rauchen!“

Gerade habe ich den ersten tiefen Zug genommen und genieße das Gefühl für ein paar Sekunden, als sich eine der Hotelangestellten mit raschen Trippelschritten ankündigt. Ich höre die Schritte in meinem Rücken, drehe den Kopf nach rechts, gerade soweit, um die sich mir Nähernde erkennen zu können.

Mitte zwanzig, das Gesicht ist noch recht hübsch, aber zuviel Solarium, zuviel Wasserstoffperoxid und zuviel Schminke in grellen Farben machen den positiven Eindruck schnell zunichte. Ich habe das Gefühl, als würde ich mein invertiertes Spiegelbild sehen, nur ohne einen Hauch von Geschmack. Die Hoteluniform betont die sehr ansehnliche Figur der jungen Frau durchaus positiv, ich mustere sie einmal von oben bis unten, während ich den Zigarettenrauch in ihre Richtung ausatme. Sie ignoriert diese offene Respektlosigkeit gekonnt und zwingt sich zu lächeln. „Das Rauchen ist in diesem Bereich nicht gestattet“, säuselt sie mir mit geübter Samtstimme entgegen und ich sehe leicht amüsiert, dass mein Outfit und meine Frisur offenbar Anlass zu Verwirrtheit geben. Sie schafft es dennoch, die Fassung zu bewahren und legt nach: „Ich möchte Sie bitten, das Rauchen in der Lobby mit Rücksicht auf unsere anderen Gäste zu unterlassen.“ Ich bin allein in der Lobby, es ist ungefähr vier Uhr nachts. Außer mir und der Dame im engen Kostümchen ist absolut niemand hier.

Der Eingangsbereich des Hotels ist schwach beleuchtet, offensichtlich ist man hier daran gewöhnt, nachts nicht viel Kundschaft zu haben. Zugegeben, es ist nicht gerade das beste Haus in der Stadt.

Was kann ich für sie tun?“, seufzt sie mir entgegen und blickt mich mit einer Mischung aus gespielter Freundlichkeit und versteckter Langeweile an. „Entschuldigung, es tut mir leid“, lüge ich, drehe mich zu ihr um und reiche ihr, mit dem Filter voran, meine Zigarette. Ihre Augen ruhen auf dem noch fast vollständig unberührten Kleinod zwischen meinen Fingern, auch ohne irgendwelche übersinnlichen Kräfte erkenne ich deutlich, dass sie nichts lieber tun würde, als einen tiefen Zug zu nehmen.

Ich gebe ihr noch einen Augenblick Zeit, mein Gesicht und meine Erscheinung zu mustern, bevor ich zu reden anhebe. „Ich bin hier verabredet, bin aber offenbar zu früh dran“, sage ich und sehe, wie Carol, das steht zumindest auf dem an ihre Uniform angehefteten Namensschild, sich sichtlich bemüht, den Blick von meinen hohen Stiefeln abzuwenden, die, nur unterbrochen von einem schmalen Streifen engmaschiger Netzstrumpfhose, direkt in einen kurzen, schwarzen Faltenrock übergehen. Mein langer, schwarzer Ledermantel hatte offenbar andere Erwartungen geweckt. Carol mustert mich von unten nach oben und kann, als sie mein Gesicht schließlich erreicht hat, ihr Erstaunen kaum verbergen. Meine Frisur scheint sie regelrecht zu schockieren, ebenso die paar silbernen Einsprengsel in meinem Gesicht. Dennoch erkenne ich nicht den Abscheu, den manche Menschen beim Anblick meines Outfits empfinden, vielmehr glaube ich, dass Carol gern auch mal Lackstiefel und kurze Röcke tragen möchte. Wahrscheinlich würde sie darin sogar eine ganz nette Figur abgeben. Ich reiche ihr meine Zigarette erneut, diesmal mit etwas Nachdruck. Carol schafft es endlich, die Zigarette etwas oberhalb des Filters zu ergreifen, hält sie für einen Augenblick unschlüssig in der rechten Hand und wendet sich schließlich in Richtung Empfangstresen ab.

Ich schaue ihr nach, als sie die Zigarette in einem hinter dem Tresen deponierten Aschenbecher ausdrückt. Sie bewegt sich halbwegs elegant und ich bin sicher, dass sie das Laufen auf hochhackigen Schuhen verabscheut, aber ihr Gang zeugt zumindest von Training. Sie ist besimmt eine gute Tänzerin. Ich versuche mir vorzustellen, wie sie wohl nackt aussehen mag.

Ungezogene Liv. Böse, ungezogene Liv. So fängt es immer an und danach siehst du, was Du davon hast.

Carol ist bestimmt eine dieser Frauen, die aus ihrem Leben sicher mehr hätten machen können, wenn nur jemand dagewesen wäre, der ihr einen Schubs in die richtige Richtung gegeben hätte. Vielleicht hätte ein einschneidendes Erlebnis genügt, um ihren Lebensweg in eine andere Richtung zu lenken. Fast empfinde ich ein wenig Mitleid mit Carol und ertappe mich bei der Vorstellung, was wohl aus ihr hätte werden können, wenn sie in ihrem Leben andere Entscheidung getroffen hätte oder anderen Menschen begegnet wäre. So wird sie für den Rest ihres Lebens hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben, denn die Arbeit am Empfang eines zweitklassigen Hotels erfordert nicht viel mehr als die Fähigkeit, ganze Sätze sprechen zu können und hin und wieder eine höfliche Lüge im Gesagten unterzubringen.

Carol kommt zurück, sichtlich gefasster dieses Mal ob meines erneuten Anblicks. „Kann ich vielleicht irgend etwas für sie tun?“, fragt sie und für einen Moment glaube ich, dass sie es wirklich ernst meint.
Ich bringe ein zaghaftes Lächeln hervor und entgegne: „Danke, ich werde einfach hier warten. Meine Verabredung ist bestimmt gleich hier.“ Mit diesen Worten wende ich mich ab und steuere auf eine kleine Sitzgruppe aus drei Sesseln und einem kleinen Holztisch zu, die links neben dem Tresen aufgebaut ist. Auf dem Tisch liegt die Zeitung des heutigen Tages, offenbar ungelesen, daneben steht ein kleiner Pappaufsteller, in dem sich die Werbebroschüre des Hotels befindet.

Ich lege meinen Mantel ab, werfe ihn über die üppig gepolsterte Lehne eines der Sessel und nehme dann mit Blick auf den Eingangsbereich Platz. Ohne hinzusehen weiß ich, was Carol gerade mit einigem Erstaunen mustert. An meinem rechten Oberschenkel trage ich, befestigt in einem robusten Lederholster, welches an meinem Gürtel und am Schenkel selbst befestigt ist, eine Waffe. Irgendwie wird man bei geschäftlichen Treffen gleich viel ernster genommen, wenn man eine .45er-Halbautomatik offen trägt.

Engel & Dämonen (1)

„Beantworte mir nur eine Frage, Liv“, sagt Josh ruhig, zieht einmal an seiner Zigarre und bläst den Rauch aus. Er sieht fertig aus, körperlich weniger als geistig, die ganze Sache scheint ihm wirklich mehr zuzusetzen, als er vielleicht selbst erkennt.
„Was würdest Du tun, wenn es dabei um Beth ginge?“ Er sieht mich an, mit einem Blick, den ich nur allzu gut kenne. Entschlossenheit, vermischt mit einer stoischen Beharrlichkeit und dem unerschütterlichen Willen, eine Sache durchzusetzen, an die er glaubt. Das ist Josh, der altgediente Marine, den selbst in den Straße von Bagdad beinahe nichts aus der Ruhe bringen konnte. Und doch ist es in diesem Moment nur Fassade. Meine Sinne verraten mir, dass hier ein Mann vor mir sitzt, der beinahe starr vor Angst und Sorge ist und diese Emotionen wahrlich meisterhaft zu überspielen versteht.
Josh bemüht sich, einen gefassten und sicheren Eindruck zu machen und dennoch spüre, höre, rieche und sehe ich in jedem Augenblick unseres Gesprächs, dass er tief im Innern aufgewühlt und ängstlich ist. Natürlich weiß er, dass Elaine und ich uns nie gut verstanden haben, was wohl daran lag, dass wir uns überhaupt nicht ähnlich sind. Als Josh sagte, dass Elaine in Schwierigkeiten wäre, ahnte ich nicht, was das wirklich bedeutete. Elaine ist oft in Schwierigkeiten, lässt sich mit den falschen Kerlen ein, hat hin und wieder Ärger mit der Polizei, doch wenn Josh mich um Hilfe bittet, muss es etwas Ernsteres sein.
„Ich würde alles tun, was nötig ist“, gebe ich die einzig mögliche Antwort.
Ich sehe, noch bevor ich den Satz komplett über meine Lippen gebracht habe, dass sich Joshs innere Spannung löst, dass ihm der sprichwörtliche Stein vom Herzen fällt, denn er weiß in diesem Augeblick, dass ich ihm helfen werde. Er hebt zu reden an und kann das Zittern in seiner Stimme nicht unterdrücken. Für einen kurzen Augenblick sehe ich Zuversicht und Hoffnung in seinen Augen.
„Wie weit würdest Du gehen, um Beth zu retten, auch wenn Du wüsstest, dass es keine Rettung gibt?“ Josh zieht erneut an seiner Zigarre, bläst den Rauch seitlich weg und schaut auf meine rechte Hand, die seit mehreren Minuten regungslos eine glimmende Zigarette hält. Ich merke in diesem Augenblick, dass er es wesentlich besser vermag, seine Emotionen zu verbergen als ich. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal geweint habe. Doch jetzt bin ich kurz davor, hier vor Joshs Augen in Tränen auszubrechen, ganz so, als wäre ich noch immer die zu Depressionen neigende Zwanzigjährige, die jede Woche drei Therapiesitzungen bei Dr. Mitchell besucht. Verdammt, ich kann eine Salve aus einem Scheiß Maschinengewehr überleben, schaffe es aber nicht, meine Emotionen zu kontrollieren.
Wir beide kennen die Antwort auf seine Frage, doch ich vermag kein Wort hervorzubringen. Ich bringe kein Wort hervor, schaffe es gerade so, mir meine innere Zerrissenheit nicht anmerken zu lassen. Zum Glück sagt Josh etwas, das mich aus meinen finsteren Gedanken reisst.
„Du bist wie eine Tochter für mich, Livvy, das warst Du schon immer. Nach Maxwells und Evelins Tod war es für mich völlig klar, dir den Vater und vielleicht sogar die Familie zu ersetzen, so gut ich konnte. Für niemanden auf der Welt würde ich etwas wie das hier von Dir verlangen, für niemanden außer für Elaine. Du weisst, dass ich Dich niemals in Gefahr bringen würde, doch ich“, er hält inne und schaut an sich herunter auf sein steifes Bein, „ich kann es nicht allein tun. Ich brauche Dich dafür.“ Josh sieht mich an und ich weiß, dass ich ihm helfen muss. Elaine kann meinetwegen draufgehen, aber Josh würde das nicht überstehen. Allein für ihn muss ich tun, worum er mich bitten wird.
Eine halbe Stunde später sitzen wir noch immer in der Küche, die Luft ist rauchgeschwängert, ich habe mittlerweile die vierte Deadlies geraucht, während ich Josh zuhöre. Der Deckenventilator kämpft mühsam seinen aussichtslosen Kampf gegen die Rauchschwaden, vermag sie hier und dort zu zerreißen, wird dieses Duell aber verlieren.
josh erzählt mir alles, was er über Elaines Kontakte in die Scar-Szene weiß, ringt immer wieder um Fassung und ist gut darin, die Maske des besorgten, aber ruhigen Vaters aufrecht zu erhalten. Es muss die reine Hölle für ihn sein, zu wissen, dass seine leibliche Tochter trotz eines Vaters, der sich sehr um sie sorgt und immer für sie da war, zu einem Scar-Junkie geworden ist.
Als er fertig ist, drücke ich meine Zigarette aus, sehe ihn an und zögere einen Augenblick, bevor ich etwas sage.
„Josh, ich werde dir Elaine zurückbringen“, setze ich an, halte aber sofort inne, als ich sehe, dass sich Tränen in seinen Augen sammeln. Ich nehme seine linke Hand, lege sie in meine rechte und fahre langsam fort: „Aber ich muss es allein machen. Du kannst nicht mitkommen.“ Josh will protestieren, will etwas entgegnen, doch ich komme ihm zuvor: „Du würdest uns alle in Gefahr bringen. Nur wenn ich allein gehe, kann ich sie zurückholen.“
Eine Träne rinnt unter seinem linken Auge herab, fließt über den Dreitagebart und fällt schließlich auf den Küchenboden. Er weiß, dass ich Recht habe, dass meine Chancen besser stehen, wenn ich allein gehe.
„Deine Tochter wird nicht mehr dieselbe Person sein“, sage ich leise. Mir ist bewusst, dass Josh weiß, dass es keine Therapie für Scars gibt, dass keine bekannte Medikation die Schäden rückgängig machen kann, die die Droge anrichtet. Und doch will ich, dass er es noch einmal aus meinem Munde hört.
„Dieses Teufelszeug verändert die Menschen, es raubt ihnen die Persönlichkeit, es vergiftet die Seele.“ Ich höre mich das Wort Seele sagen und muss an Father McAndrew denken, der immer davon sprach, dass die Seele das sei, was uns zu Menschen macht. Für einen Moment frage ich mich, ob ich eine Seele habe, komme aber zu keinem Ergebnis.
Josh kann seine Emotionen endgültig nicht mehr zurückhalten. Er beginnt zu weinen, lässt es zu, dass ich ihn so sehe, den Mann, der immer ein Fels in der Brandung war, der immer hoch erhobenen Hauptes gegen alle Widrigkeiten angetreten ist. Ich weiß, dass ich Elaine zurückbringen muss, und sei es nur, damit ihr Vater sie ein letztes Mal sieht, bevor die Droge ihren Körper endgültig zerstört.
„Ich bringe sie Dir zurück, das verspreche ich“, sage ich, während Josh um Fassung ringt, halb weil ich ihn damit aufbauen, halb weil ich mich mit dem Gedanken vertraut machen will, vielleicht Menschen töten zu müssen.

Erwachen in der Finsternis (1)

„Hey Livvy, glaubst Du, dass man einen Sprung von hier oben überleben würde?“ fragt Lania und schaut mich über ihre rechte Schulter aus tiefbraunen Augen an. Sie hat diesen Gesichtsausdruck, der mir immer einen leichten Schauer über den Rücken jagt. So als ob… Ihr Haar fließt rechts an ihrem Kopf herunter, gleitet über ihre Schulter und offenbart einen leichten Schimmer von Rot im Licht der Morgensonne, die sich gerade langsam über den Rand des Horizonts zu schieben beginnt. Es ist fast windstill an diesem Morgen. Lania sitzt am Rand der Klippe und läßt ihre nackten Beine baumeln. Mit ihrem blauen Kleid, dem leicht entrückten Blick und der Art, wie sie an einer bestimmt zwanzig Meter hohen Klippe sitzt, unter der das Meer gegen ein von spitzen Felsen gespicktes Ufer brandet, sieht sie aus wie eine Figur aus Alice im Wunderland.

„Nein“, hebe ich zu einer Antwort an, „ich glaube nicht, dass man das überleben würde. Nicht nur, dass man ertrinken würde, da sind auch noch die Felsen….“ Ein verträumtes Lächeln umspielt Lanias Lippen und ich weiß genau, woran sie gerade denkt. „…,das gäbe eine ziemliche Sauerei“, beende ich meinen Satz, und spüre, dass auch meine Lippen ein Lächeln formen. Lania stützt sich mit der rechten Hand auf, als sie aufzustehen beginnt, und sagt trocken, völlig ohne einen Anflug von Humor: „Eine gute Art zu sterben“. Sie stellt sich an den Rand der Klippe, breitet die Arme aus und dreht sich in meine Richtung. Hinter ihr beginnt die Sonne, den Ozean in loderndes Feuer zu tauchen, Lania steht, umzüngelt von goldenen Flammen, wie eine Statue nur einen Schritt vor dem tödlichen Abgrund und für einen Moment durchzuckt mich der Gedanke wie ein Stromschlag, dass sie sich jeden Moment nach hinten kippen und vom tosenden Meer verschlingen lassen könnte.

(Fortsetzung folgt)

(Bös)artige Musik 2010 (1)

Alter, da hat Johan aber echt mal einen Kracher hingelegt. Nach den leider ziemlich flauen letzten Alben von Suicide Commando ist das neue, „Implements of Hell“, ein ziemlicher Knaller geworden. Die Songs sind durch die Bank gut, mit „The Pleasures of Sin“ und „Die Motherfucker Die“ sind auch zwei wirkliche Tanzflächenfüller dabei. Was nicht heißen soll, dass die anderen Tracks nicht tanzbar sind.

Auf den Track geht die gute Liv schon seit Tagen non-stop völlig ab. Suicide Commando – „The Pleasures of Sin“.
httpv://www.youtube.com/watch?v=xxvC5Qh_j1g

(Quelle)

Ist aber auch ein Mördertrack. Gut gemacht, Johan, weiter so!