Mehr Klischee geht wohl nicht?

Im Spielzeugladen in einem größeren Kaufhaus, vor einem Regal mit Experimentierbaukästen. Wir begutachten ein Set mit naturwissenschaftlichen Experimenten, im Paket mit einem Magnetbaukasten. Nicht übel, soweit.

Eine Mitarbeiterin gesellt sich dazu.

Sie so: „Wie alt ist denn der Junge?“

Ich so, verwirrt: „Sie wird demnächst fünf.“

Sie so, auf einen Baukasten am anderen Ende zeigend: „Ja, für Mädchen haben wir hier auch was ganz tolles, mit Pflanzenexperimenten.“

Wir gehen ein paar Schritte weiter zu einem Baukasten, lila-pink mit Feen (!) darauf. Es wird erklärt, dass man Mädchen ja damit schön an die Pflanzenwelt heranführen kann und dass das ja ganz toll wäre, blah, blah. Dann noch was von Biene Maja. Nix Naturwissenschaft, sondern Papierblüten, die im Wasser dann „ganz wie die echten“ (Zitat) aufgehen sollen. Ja, toll, aber warum sollen denn Mädchen mit so einem Quatsch spielen? Warum sollte man sie an die Pflanzenwelt heranführen, wenn Pflanzen nicht als biologische Objekte, sondern nur als bunte Blumen dargestellt werden?

Könnte man bitte mal wenigsten wahrnehmen, dass wir uns *bewusst* diesen einen Baukasten angeschaut hatten? Wenn ich was Dämliches und Buntes will, kaufe ich Zeug von Prinzessin Lillifee. Danke, das kriege ich schon selbst hin.

Ich beherrsche mich, halte keinen Vortrag über die Genderthematik und darüber, dass ich es unmöglich finde, wenn heutzutage noch derartig platte Klischees kolportiert werden. Spielzeug ist sowieso was das Geschlechter(vor)bild betrifft, nach wie vor eine einzige Katastrophe. Dass aber vom Personal in Spielzeugläden nicht einmal in Betracht gezogen wird, dass man für seine (Skandal!) Tochter einen (Blasphemie!) wissenschaftlichen Experimentierbaukasten kaufen will, ist wirklich ein starkes Stück. Demnächst werden dann die Abteilungen für Mädchen und Jungen noch in verschiedene Stockwerke verlegt, ja? Hätte natürlich einen Vorteil, wenn die lieben Kleinen später irgendwann in der Türkei studieren sollten, dann wären sie schon dran gewöhnt.

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„Funken“ ist im Chaotic Revelry Verlag veröffentlicht worden

Premiere: Meine erste Kurzgeschichte ist von einem Verlag im Rahmen einer Anthologie veröffentlicht worden. Ich freue mich über alle Maßen, mich nun tatsächlich mit ein wenig Fug und Recht Schriftsteller nennen zu dürfen. Und, ohne hier spoilern zu wollen, eine zweite Geschichte wurde ebenfalls gerade veröffentlicht, aber dazu schreibe ich noch etwas in einem anderen Artikel.

Kaufen? Klicken!

„Oberhorror“ heißt der Sammelband, der unter anderem meine Kurzgeschichte „Funken“ enthält. Anfang 2013 nahm ich an einer Ausschreibung teil und reichte eine eher psychologisch angelegte Geschichte ein, die wie eine Schilderung düsterer Ereignisse beginnt und dann eine Wendung hinlegt, mit der nur die wenigstens Leser rechnen dürften.

Die für meine Geschichten typische Ich-Perspektive wird in „Funken“ ausnahmsweise erst in der zweiten Hälfte der Geschichte eingenommen. Und das hat auch seinen Grund 🙂

Besonders motivierend finde ich, dass „Funken“ die erste Geschichte ist, mit der ich überhaupt an einem Wettbewerb teilgenommen habe – und gleich ausgewählt wurde. Zur Zeit der Entstehung von „Funken“ war ich noch als Angestellter in einer 40-Stunden-Woche (natürlich Agentur-typisch plus X) „gefangen“ und nutzte meine Mittagspausen zum Schreiben. Aktuell genieße ich als Selbständiger die unglaublich großartige Freiheit, mir meine Schreib-Zeit selbst nehmen und einteilen zu können.

Alle Geschichten, die bis Ende 2013 fertig sind/werden, also auch „Das Alison-Szenario„, die bisher unveröffentlichten Geschichten „Fegefeuer“, „Risse“ und „Hollowbrook“ sowie hoffentlich noch ein paar mehr (das Ziel waren ursprünglich 10 Geschichten), versuche ich als E-Book-Sammelband zu veröffentlichen. Zu einem moderaten Preis natürlich. Mit Kurzgeschichten wird man nicht reich, das ist mir durchaus bewusst.

Aktuelle Infos zu meiner schriftstellerischen Tätigkeit gibt es auch unter www.facebook.com/ausfinstremtraum. Ich freue mich über „gefällt mir“-Klicks und sonstige Beteiligung.

Ja, er lebt noch. Und er schreibt. Kurzgeschichten.

Der/die eine oder andere hat es vielleicht schon mitbekommen. Ich widme einen Teil meiner Zeit dem Schreiben von Kurzgeschichten aus dem Horror-, Sci-fi- und Mystery-Bereich. Ursprünglich eher als Ventil für meine Kreativität gedacht, hat es sich nun doch so ergeben, dass bisher zwei meiner Geschichten von Verlagen als würdig für eine Veröffentlichung angesehen wurden. Nachdem ich im Frühjahr 2013 mal spaßeshalber an einer Ausschreibung teilgenommen habe und mein Beitrag auch tatsächlich ausgewählt wurde (!), hat mir das natürlich einen Motivationsschub gegeben. Und nun hat auch eine zweite meiner Geschichten den Sprung zu einer Veröffentlichung geschafft.

Zu Halloween bzw. irgendwann im November werden meine Geschichten „Funken“ (Gemeinheiten auf vier Seiten) und „Jahrestag“ (dreht sich thematisch um Halloween) im Rahmen zweier Anthologien veröffentlicht. Einmal im „Chaotic Revelry Verlag„, das andere Mal in der „HALLER-Literaturzeitschrift„. Wenn es soweit ist, gibt es hier natürlich noch mehr Infos.

Für mich heißt es nun also, fleißig und kreativ weiter zu schreiben, damit „Das Alison-Szenario“ und „Fegefeuer“ (bisher unveröffentlicht) Nachfolger bekommen. Gleichzeitig nehme ich an weiteren Ausschreibungen teil und hoffe natürlich, dass meine Art, Geschichten zu erzählen, weiterhin Anklang findet. Daneben beginne ich so schnell es geht mit der Arbeit an einem Roman, Arbeitstitel „Zeichen“. Die Idee ist da, das Setting steht, jetzt geht es ans Strukturieren, das Ausgestalten der Charaktere und ihrer Geschichten sowie natürlich das Erstellen eines Schreibplans. Einen Roman zu beginnen ist einfach, ihn dann aber auch zuende zu schreiben, ist etwas ganz anderes. Wenn ich daran denke, wie lange ich teilweise für meine Geschichten brauche (auch wenn ich jetzt viel mehr Zeit zum Schreiben habe), habe ich ziemlichen Respekt davor.

Mal sehen, wann ich mit „Hollowbrook“ voran komme. Die Geschichte ist in meinem Kopf bereits geschrieben, aber die Worte haben noch nicht den Weg auf’s digitale Papier gefunden. Das wird auf jeden Fall die abgefahrenste Geschichte bisher, soviel steht fest. Der Plan ist immer noch, dass ich Ende des Jahres (na, ob das was wird) eine Sammlung meiner Geschichten als e-book veröffentliche. Vielleicht direkt über Amazon, natürlich zu einem angemessenen Preis.

Auf jeden Fall wird es demnächst eine eigene facebook-Seite rund meine Schreibaktivitäten geben. Irgendwie muss man ja eine Fanbasis aufbauen, nicht wahr?

So, und jetzt wieder an die Arbeit.

Schwach anfangen und dann stark nachlassen – „Alcatraz“

Ich schaue ja gern Mystery-Zeugs. Früher „Akte-X“ und „Outer Limits“ später Sachen wie „4400“. Mit „Fringe“ bin ich nie so recht warm geworden, „Lost“ fand ich sogar richtig blöd. Liegt wohl an mir. Vielleicht werde ich alt.

Und dann fiel mir unlängst in der Videothek „Alcatraz“ ins Auge, eine neue Serie von J.J.Abrams, u.a. besetzt mit Sam Neill und dem dicken Typen aus „Lost“.  Gut, es gibt nur eine Staffel davon, das muss nicht zwangsläufig etwas über die Qualität aussagen. Man schaue sich „Firefly“ oder „Space: Above & Beyond“ an, die jeweils nach einer Staffel eingestellt wurden. Auch „Dollhouse“, eine in meinen Augen total unterschätzte Serie, brachte es nur auf magere zwei Staffeln (wobei die jeweils dreizehnte Episode jeder Staffel wirklich der Hammer war!).

Nun gut, also Alcatraz.
Hier der doch recht vielversprechende Trailer:

Die Prämisse ist durchaus spannend. 1963 verschwinden auf einen Schlag sämtliche Menschen, die zu diesem Zeitunkt auf der Gefängnisinsel Alcatraz waren und tauchen 50 Jahre später plötzlich wieder auf. In den ersten paar Folgen, die immer wieder mit Rückblenden in die Zeit vor dem Verschwinden unterbrochen wird, muss das Team um FBI-Ermittler Emerson Hauser (Sam Neill) einige Verbrecher dingfest machen, die ihre Taten von damals in der heutigen Zeit fortsetzen. Schnell wird klar, dass irgendwas nicht stimmt (naja, außer der Tatsache, dass es wenig natürlich erscheint, dass Menschen verschwinden und 50 Jahre später unverändert wieder auftauchen), denn irgendjemand oder irgendetwas versorgt die Häftlinge mit Informationen, Waffen und Aufgaben. Die Hintergründe dessen bleiben jedoch kryptisch und werden auch im Verlauf der gesamten Staffel nicht mal im Ansatz aufgeklärt (!).

Der Großvater der anderen FBI-Ermittlerin Rebecca Madsen (gespielt von der wirklich hübsch anzuschauenden Sarah Jones) scheint eine zentrale Rolle in dieser Geschichte zu spielen. Er war ebenfalls Häftling in Alcatraz und seine Figur bleibt nicht nur ebenfalls komplett mysteriös, sondern geht einem mit der Zeit auch richtig auf die Nerven. Schönes Beispiel dafür (wie übrigens auch der unfassbar lahme Schlusstwist), dass hier ganz in der Tradition von „Lost“ offensichtlich noch gar nicht über den tieferen Sinn der erzählten Geschichte nachgedacht wurde. Ach ja, und dann gibt es noch einen geheimen Raum tief unter Alcatraz, in dem sich irgendetwas zu befinden scheint. Geschlagene 12-einhalb Epsioden (die Serie umfasst 13 Folgen), arbeitet das Team und der Zuschauer daran, herauszufinden, was sich wohl darin befindet. Im Grunde ist das auch das einzig spannende Element in der Serie, denn ansonsten verlaufen die Episoden so: Es geschieht ein Mord. Der Experte, Dr. Soto (gespielt von Jorge Garcia), weiß sofort, mit welchem Häftling man es zu tun hat (wir erinnern uns, die Häftlinge setzen ihre Taten 1:1 fort), das Team läuft los und schnappt den Bösewicht. Nach den ersten drei Episoden, die exakt so verlaufen, wird das reichlich öde.

Tja, das Ende der Staffel, von dem offenbar beim Schreiben des Drehbuchs noch nicht klar war, dass es auch das Ende der Serie sein würde, lässt den Zuschauer mit noch mehr Fragen, überhaupt (!) keiner (!) einzigen (!) Antwort im Regen stehen  – ganz als wollte es sagen: Ätsch, mehr gibt es erst in Staffel 2. Ja, da gibt es einen Typen, der hat eine Maschine gebaut, mit der irgendwie festgelegt werden kann, wer wann wo wieder auftaucht. Warum? Keine Ahnung. Dass es von dieser doch höchstens durchschnittlichen Serie nur eine Staffel gibt, überrascht mich nach dem Sichten der 13 Episoden nicht. Dann muss ich wohl noch länger warten, bis mal wieder was Gescheites aus dem Mystery-Sektor auf den Schirm kommt.

Wie wäre es mit einer weiteren Neuauflage der „Outer Limits“? Ich würd’s gucken.

Zeit? Ich kaufe!

Wie wertvoll Zeit ist, merkt man erst dann, wenn sie nicht dafür ausreicht, all das zu tun, was man gern möchte. Ob es Kurzgeschichten sind, deren Plots meinen Kopf verstopfen und aufgeschrieben werden wollen, ob es die Musik ist, die derzeit viel zu kurz kommt, ob es die Familie ist, die hin und wieder auch ein wenig Zeit einfordert – es ist einfach nicht möglich, alle gleichermaßen zu bedienen.

Zumal mit dem SozialVernetzer auch noch eine neue Plattform am Start ist, um die ich mich momentan kümmere. Ein Blog halbwegs professionell zu betreiben, verschlingt noch mehr Zeit, als einfach so vor sich hin zu schreiben. Wenn es, wie im Falle des SozialVernetzers auch noch die Basis für künftige berufliche Tätigkeiten sein soll, müssen Qualität und Quantität der Inhalte stimmen. Womit wir wieder bei der Zeit wären.

Klar würde ich gern endlich mal die lito-Titel aufnehmen, die alle in meinem Kopf und teilweise schon im Sequencer herumspuken. Klar würde ich gern die ganzen Geschichten und Ideen auf virtuelle Papier bringen, die mein Hirn so produziert. Ich fürchte allerdings, dass außer ein paar Rezensionen zu Filmen oder Spielen mittelfristig auf kheryha nicht allzu viel passieren wird.

Traurig, aber wahr. Es werden aber sicher auch wieder bessere Zeiten kommen.

Dümmer als ein Zombie

Der gemeine Hirnfresser zeichnet sich im Allgemeinen nicht durch einen hohen IQ aus. Zumeist reicht es gerade dafür, potentielle Nahrung zu verfolgen und sich diese dann einzuverleiben. Verglichen mit „Resident Evil – Retribution“ wäre besagter Hirnfresser aber intellektuell auf dem Niveau eines Nobelpreisträgers in theoretischer Physik.

Oder anders ausgedrückt: Der Film ist so dermaßen bescheuert, dass selbst mich als Milla-Fan, der automatischen Waffen, blutigen Zombie-Shootouts und Videogame-Inszenierung durchaus etwas abgewinnen kann, einfach nur das kalte Grausen packt.

httpv://www.youtube.com/watch?v=A2_wup1YOqA

Waren ja die ersten vier Teile schon inhaltlich nicht gerade schwere Kost (was bei der Umsetzung eines Survival-Horror-Spiels auch niemand erwartet hätte), so toppt „Retribution“ alles, was an Negativem über die Filmreihe zu sagen ist. Auf eine Story wird diesmal gleich komplett verzichtet, stattdessen reihen sich unzusammenhängende Versatzstücke innerhalb der hanebüchenen Geschichte aneinander. Da wird mit großkalibrigen Waffen im Dauerfeuer auf ein Gebäude geschossen, es sind aber keinerlei Einschüsse zu sehen, da schafft es Ada Wong, von der Mitte eines Raumes aus sämtliches Sicherheitspersonal umzulegen, obwohl dieses hinter diversen Terminals sitzt, die das Schussfeld blockieren, da platziert Umbrella dieses total effektive Umprogrammierungsdingens direkt auf der Brust von Jill Valentine, so dass Alice nur einmal zugreifen braucht, um es zu entschärfen (das ist ähnlich sinnvoll wie den Schutzschildgenerator des Todessterns nicht im Inneren desselben, sondern auf einem nahegelegenen und angreifbaren Mond zu bauen), da ist das CGI-Gemetzel so sauber inszeniert, dass es noch unrealistischer wirkt (keine Blutspritzer an den Wänden) … und so weiter. Seelenlos und einfach ärgerlich hingeschludert. Selbst die Oneliner sind dieses Mal noch eine ganze Ecke dämlicher ausgefallen, wobei ja auch die Vorgänger schon nicht unbedingt Tarantino-Stil aufwiesen, was die Dialoge anging.

Und das offene Ende. Ja, jetzt muss nur noch die Red Queen plattgemacht werden, die nun plötzlich die gesamte Menschheit ausrotten will. Was? Wieso? Versteht das irgendwer? Wo die Teile 1-4 wenigstens noch versucht haben, irgendeine Geschichte zu erzählen, macht man sich diesmal nicht mal mehr die Mühe, das auch nur zu heucheln. Habe ich schon erzählt, dass die Super-Duper-Spezialeinheit, die Alice & Co. retten soll, aussieht wie ein paar Models aus einem Katalog für Herrenmode? Militärische Ausrüstung? Körperpanzerung? Zeug, um es in arktischem Klima auszuhalten? Nee, braucht doch keiner. Die machen das auch so. Und überhaupt, das Setdesign. Lagen da noch Requisiten von „Equilibrium“ herum, oder wie? Guter Film übrigens. Die Rüstungen der Bösen haben mich sehr an den Film von Kurt Wimmer erinnert.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals schreiben würde, aber heute wäre wohl der „Tatort“ mit Til Schweiger die bessere Alternative gewesen.

Ich muss ins Bett.

Fortbildungen zu Social Media am 22.03.2013 und 04.04.2013 in Hamburg

Aber nun zu etwas völlig anderem: Arbeit.

Ich stehe dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Hamburg am 22.03.2013 und 04.04.2013 für zwei Fortbildungen als Dozent zur Verfügung. In beiden geht es im die Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Risiken von Social Media (nicht nur) für soziale Einrichtungen.

Bei Interesse einfach anmelden, Infos im Flyer.

Hier der Flyer zum gleich Anschauen:
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Und hier noch mal als PDF-Download direkt aus meiner DropBox.