kheryha ist umgezogen

Sascha Dinse bloggt auf www.kheryha.deDer/die eine oder andere wird es vielleicht bemerken, kheryha.de ist in die Cloud umgezogen. Das hat mehrere Ursachen, primär ist es aber Faulheit. Ich habe nicht allzu viel Lust, diverse selbst gehostete WordPresses zu verwalten und da ich mit meiner beruflichen Präsenz und einigen anderen Blogs schon genug zu tun habe, hab ich nun mit kheryha einen Schritt zurück (oder nach vorn?) gemacht und bin in der Cloud gelandet.

Auf der Haben-Seite steht, dass ich mir vorgenommen habe, wieder mehr zu bloggen, besonders auch privat. Gibt da einfach so Dinge, die ich aufschreiben muss. Hin und wieder wird es hier also emotionalen Kram aus meinem Leben zu lesen geben, manchmal melancholisch, dann mal wieder fantastisch gelaunt. Wie es halt so ist.

Ich werde versuchen, kheryha nach sehr, sehr, sehr langer Abstinenz wiederzubeleben. Mal sehen, ob es mir gelingt. So ein privates Blog birgt die Möglichkeit, sich über Themen zu äußern, die auf meinen anderen Plattformen keinen Platz haben. Ist schon reizvoll irgendwie, gerade im Hinblick auf mein doch etwas merkwürdiges Leben gerade.

Ansonsten findet ihr mich auf http://www.sozialvernetzer.de (beruflicher Dozentenkram und sowas) sowie unter http://www.ausfinstremtraum.info (mein Schriftstellerblog, Horror und Science-fiction). Ich freue mich über Kommentare und dergleichen.

Bis später.

Achso, ja, leider funktionieren eingebettete instagram-Inhalte in der Cloud nicht. Ich bitte um Nachsicht.

Fortbildungen zu Social Media am 22.03.2013 und 04.04.2013 in Hamburg

Aber nun zu etwas völlig anderem: Arbeit.

Ich stehe dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Hamburg am 22.03.2013 und 04.04.2013 für zwei Fortbildungen als Dozent zur Verfügung. In beiden geht es im die Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Risiken von Social Media (nicht nur) für soziale Einrichtungen.

Bei Interesse einfach anmelden, Infos im Flyer.

Hier der Flyer zum gleich Anschauen:
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Und hier noch mal als PDF-Download direkt aus meiner DropBox.

C.S.U. – Christlich Sozialer Unsinn

Soweit ist es also gekommen. Gleichgeschlechtliche Paare müssen sich von Kristina Schröder (CDU) vorwerfen bescheinigen lassen, „konservative Werte zu leben“ und sollen deswegen steuerlich mit richtigen, normalen gemischtgeschlechtlichen Paaren gleichgestellt werden. Welch Jauchzen wird die schwul-lesbischen Reihen durchziehen. Oder auch nicht. Denn halt, es gibt ja noch die CSU. Die findet das irgendwie nicht so gut.

So heißt es von Frau Hasselfeldt (Quelle oben), hohes Tier in der CSU:

„Die Ehe zwischen Mann und Frau steht unter besonderem Schutz, weil sie grundsätzlich auf die Weitergabe von Leben ausgerichtet ist – in homosexuellen Beziehungen ist dies nicht der Fall.“

Ja, und? Also werden kinderlose (heterosexuelle) Paare in Zukunft steuerlich ebenfalls benachteiligt? Kaum anzunehmen. Es geht also nicht um die „Weitergabe von Leben“, das ist nur eine Schutzbehauptung. Vielmehr spielen hier religiöse oder sonstwelche hinterwäldlerischen Ressentiments eine Rolle. CDU/CSU nennt das „konservativ“.

Horst Seehofer wird mit den Worten zitiert:

„Wir haben großen Respekt vor gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften, in denen die Partner auch füreinander einstehen. Aber Ehe und Familie sollten privilegiert bleiben. Daran sollten wir nicht rütteln.“

Was wohl soviel heißt wie: Langfristig kommen wir wohl nicht dran vorbei, werden aber alles tun, um es so lange wie möglich hinauszuzögern.

Auch Michael Fuchs glänzt mit einer Aussage (gleiche Quelle):

„Ich habe nicht das Gefühl, dass wir mit diesem Thema mehr neue Wähler gewinnen als wir Stammwähler verlieren.“

So ist das also mit dem „großen Respekt“. Sich zeitgemäß zu verhalten, alle Menschen gleich an Würde und Rechten geboren zu behandeln ist offenbar nicht Teil der politischen Kultur der Herren Seehofer und Fuchs. Naja, zugegeben, selbst wenn die CDU/CSU sich für die steuerliche Gleichstellung von schwulen und lesbischen Paaren stark machen würde, ist kaum anzunehmen, dass aus diesen Lagern ein starker Wählerzustrom zu erwarten wäre. Insofern wären die Verluste wohl tatsächlich höher als die Zugewinne. Aber ist es nicht genau das, worüber die Union und alle Menschen in Deutschland mal nachdenken sollten? Dass hierzulande Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden? Was laut diverser Gesetze nicht der Fall sein dürfte? Und dass Millionen Wählerinnen und Wähler das sogar unterstützen? Kann eine ernstzunehmende Partei (bzw. zwei) tatsächlich so etwas fordern? Offenbar. Es scheint ja auszureichen, dass schwule und lesbische Paare keine „eigenen“ Kinder haben können, um ihnen diverse Rechte abzusprechen.

Nun gut, die CDU/CSU als moralisches Gewissen Deutschlands kann sich sowas natürlich erlauben. Sündhaftes Verhalten ist strahlenden Lichtgestalten wie zu Guttenberg oder Seehofer („Plagiat“ ist aber auch so ein undankbares Wort und man wird doch wohl noch Kinder mit anderen Frauen als der eigenen haben dürfen) ohnehin völlig fremd. Dieser moralischen Überlegenheit müssen sich Schwule und Lesben nun einmal beugen. Das sündige Ketzerpack.

Ja, das war Sarkasmus.

Ich kann auch anders…nämlich seriös.

An dieser Stelle mal etwas für diesen Blog völlig Ungewohntes…ein sachlicher und vergleichweise professionell verfasster Fachartikel. Von mir, selbstverständlich. Unlängst veröffentlicht in der Zeitschrift „Soziale Psychiatrie“, Ausgabe 1/2012. Ich wurde als Autor angefragt, einen Artikel zum Thema „Einführung in Soziale Netzwerke“ zu schreiben und habe das natürlich gern übernommen.

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Elfen in der Kita?

Letztens haben wir eine Kita besichtigt, in die Helena (so Gott will) vielleicht irgendwann gehen wird. Nett eingerichtet, gute Lage und schön dekoriert, soweit alles super. Beim Streifzug durch die Räumlichkeiten fielen mir des öfteren mit den Namen der Kinder beschriftete Kisten, Taschen und Schränke auf. Nicht ungewöhnlich für eine Kita, schließlich soll man schnell wissen, welche Tasche welchem Kind gehört.

Das eigentlich Merkwürdige waren vielmehr drei der Namen, die mir da vor die Augen kamen. In der Kita wurden also tatsächlich die kleine „Arwen“ und der kleine „Atreyu“ sowie der kleine „Ozzy“ betreut. Kein Scherz! Es handelt sich dabei nicht etwa um Spitznamen, sondern die Kinder heißen allen Ernstes so. „Arwen“ geht ja noch, ist ein sehr schöner Name, der allerdings direkt mit dem Herrn der Ringe verbunden ist. „Atreyu“, der Name des phantasischen Helden aus Die unendliche Geschichte, geht hingegen gar nicht. Egal welchen Nachnamen die Familie hat, das ist einfach lächerlich. Über „Ozzy“ muss ich wohl nichts weiter sagen. Solange die Familie nicht Osbourne heisst, sollte man das einfach lassen.

Aber genug gelästert. Diese Namen sind mir immer noch tausendmal lieber als die hunderten Justins, Kevins und Chantals, die vermutlich in den nächsten Jahren die Grundschulen bevölkern werden.

Kheryha jetzt gay friendly!

Es gibt ja Dinge, die so selbstverständlich sind, dass ich nicht erwarte, explizit darauf hingewiesen zu werden. Dazu gehört auch das neuerdings immer öfter bei Hotels zu findende Prädikat „gay friendly“. Ohne dass ich davon irgendwie betroffen wäre, wollte ich wissen, was sich dahinter verbirgt…und hab mal ein wenig gegoogelt. Rausgefunden habe ich, dass das Prädikat „gay friendly“ darauf hinweist, dass ein Hotel Schwule und Lesben willkommen heisst, indem man diesen dort explizit das Gefühl gibt, ganz normal zu sein. Irgendwie unspektakulär, oder? Ich hatte in meinem Optimismus vorausgesetzt, dass ein freundlicher und normaler Umgang mit schwulen oder lesbischen Menschen sowieso völlig selbstverständlich ist, ohne dass man darauf gesondert hinweisen müsste. Da lag ich wohl falsch…

Aus diesem Grunde erkläre ich dieses Blog ab sofort auch für „gay friendly“, kostet ja nix. (Selbstverständlich waren mir schwule oder lesbische Leser/-innen auch vorher schon genauso lieb wie alle anderen.)