(Un)erreichtes

Das Jahr ist schon mehr als halb rum und damit ist es wohl an der Zeit, mal eine Zwischenbilanz zu ziehen, welche meiner (guten?) Vorsätze für dieses Jahr erreicht wurden und welche nicht.

1. Vegetarisch (weiter)leben.
Das kann guten Gewissens als erreicht und etabliert angesehen werden. Worauf ich dabei besonders stolz bin ist, dass ich mir meine Toleranz gegenüber Fleischessern vollständig bewahren konnte. Auch Berichte über Berge von Fleisch bei einem texanischen Barbecue können mir nicht den Appetit auf meine Tofubratwurst verderben und ich hege auch keinerlei missionarische Ambitionen. Was nicht heißt, dass ich mich nicht auf ethisch-moralische Diskussionen einlasse, aber ich stelle mich nicht auf eine Ebene höherer Erleuchtung, nur weil ich für mich entschieden habe, kein Fleisch mehr zu essen. Ich hoffe, dass das so bleibt.

2. Weniger Kompromisse eingehen
Das kann zumindest als teilerfüllt angesehen werden. Beruflich hat sich die Situation extrem verbessert, privat besteht der Spagat zwischen Familie und Hobbies natürlich nach wie vor. Naja, vielleicht kann man wirklich nicht alles haben.

3. Wieder mehr (bzw. überhaupt mal) Schreiben und Musik machen
Hmm, hier ist leider bislang kein Fortschritt zu erkennen. Zwar habe ich mit einer Kurzgeschichte begonnen, mein Kopf ist voller Ideen und auch in punkto musikalischer Kreativität ist jede Menge Potential vorhanden. Leider fehlt die Zeit, vor allem dafür, den Kopf mal genügend frei zu machen für kreatives Arbeiten. Es geht einfach nicht, sich abends nach einem anstrengenden Tag zu zwingen, noch was lesbares aufs virtuelle Papier zu bringen oder sinnvoll Noten aneinander zu reihen. Aber mein Wille ist ungebrochen! Es wird vor Ende des Jahres noch zumindest eine Kurzgeschichte fertig gestellt. „Das Alison-Szenario“ ist im Kopf schon komplett durchdacht, aber eine durch Zeitmangel bedingte Schreibblockade macht es nicht gerade einfacher, das Erdachte auch in Wort zu kleiden. Naja, niemand hat gesagt, dass es leicht sei zu schreiben.

4. Weniger gestresst sein
Ja, das hat zu weiten Teilen geklappt. Nicht zuletzt der neue Job, die Freiheit, nebenbei auch als Referent tätig sein zu können und sehr schöne Entwicklungsperspektiven haben für ein drastisch reduziertes Stresslevel gesorgt. Privat ist es natürlich mit nunmehr zwei Kindern nicht unbedingt stressfreier geworden, aber das ist es wert.

Schauen wir also optimistisch dem Jahresende entgegen und vielleicht kann ich dann verkünden: Mission erfüllt.

Man wird ja noch träumen dürfen.

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