„The Ward“ – Kurzreview

Der letzte Spielfilm von John Carpenter, den ich bewusst gesehen und auch gut gefunden habe, war „Die Mächte des Wahnsinns“ („In the Mouth of Madness“), wobei „Cigarette Burns“ im Rahmen der Masters of Horror-Reihe auch angenehm verstörend war. Das Remake von „The Fog“ war dagegen eher nicht so ein Knaller.

Nun also habe ich mir „The Ward“ angeschaut, der wie eine Mischung aus „Einer flog übers Kuckucksnest“, „Durchgeknallt (Girl, Interrupted)“ und „Identität“ daherkommt.

Trailer
httpv://www.youtube.com/watch?v=H8a8AeiYQ7U

Carpenter mixt hier Stilelemente der vorgenannten Filme zusammen, allerdings vergisst er leider, einen spannenden Plot oder gar eigenständige Ideen einzuweben. Mädchen wird nach dem Niederbrennen eines Hauses in die Psychiatrie gesteckt, lernt dort andere Mädchen kennen und merkt recht schnell, dass hier irgend eine finstere Gestalt des Nachts durch die Gänge schleicht. Schnell kommt es zu ersten Übergriffen, nacheinander sterben die anderen Mädels und irgendwann klärt sich (vermeintlich) auf, was dahinter steckt. Recht schnöde Geschichte um einen rachsüchtigen Geist, noch nicht einmal sonderlich spannend inszeniert. Leider ist „The Ward“ von der unterschwelligen Spannung eines „Die Mächte des Wahnsinns“ meilenweit entfernt, die Schocks sind vorhersehbar und sitzen nicht wirklich.

Lediglich der Twist zum Ende des Film gibt dem Ganzen ein wenig Würze, dabei ist es aber weder eine neue noch eine sonderlich innovativ umgesetzte Idee. Klar, dass am Ende noch ein Schock kommt, der zeigt, dass es doch kein Happyend gibt, obligatorisch und wenig subtil, dafür doch einigermaßen erschreckend.

Durchschnittsware, leider, denn Carpenter kann es besser. 4 von 10 Punkten, mehr ist nicht drin. Irgendwie habe ich in letzter Zeit kein glückliches Händchen bei meiner Filmauswahl.

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