Teuflischer Mist

Ja, es war ein Fehler, sich den aktuellen Film von M. Night Shyamalan aus der Videothek zu holen, ohne vorher eine Review gelesen zu haben. Ja, ich ärgere mich über diese Film namens „Devil“, weil er nicht nur blöd sondern richtig schlecht ist. Eigentlich war es ja klar, im Prinzip war nur „The Sixth Sense“ wirklich gelungen, schon „Unbreakable“ war nicht mehr der Überhit, „Signs“ ging gar nicht mehr, „The Village“ hatte wenigstens Atmosphäre und ein halbwegs gelungenes Ende zu bieten, „Das Mädchen aus dem Wasser“ war langweiliger Märchen-Bullshit und über „The Happening“ möchte ich nichts sagen, bevor ich mich richtig aufrege…

„Devil“ ist einer dieser Filme, bei denen ich mich ernsthaft frage, wer so ein Drehbuch verbrochen hat und welcher Produzent für so einen Käse Geld ausgibt. Am allermeisten nervt in diesem Machwerk, wie auch schon bei „Das Mädchen aus dem Wasser“, die super-schwachsinnige Idee, gleich zu Beginn des Films die gesamte (!) Story zu erklären. „Teufel bestraft die Sünder….blasülz…es beginnt mit einem Selbstmord…blasülz…alle sterben…blasülz“. Was soll dieser Quatsch? Besonders, wenn der Film dann nichts, aber auch wirklich nichts an Story oder Überraschungen zu bieten hat. Da springt zu Anfang jemand aus einem Hochhaus, kracht auf einen Van, der dann wie von selbst irgendwo hinrollt. Die Cops finden irgendwann die Leiche, stellen fest, dass der Tote offenbar Katholik war (Rosenkranz in der leblosen Hand) und finden dann auch noch heraus, dass der Wagen bewegt worden sein muss. Klingt erstmal nicht so unspannend, oder? Im weiteren Storyverlauf wird aber kein (!) Sterbenswörtchen (!) mehr über die Hintergründe verloren. Weder wird geklärt, wer der Tote ist, noch warum sich ein Katholik das Leben nimmt (geht ja eigentlich gar nicht), noch was die total überflüssige Sache mit dem wegrollenden Fahrzeug sollte. Wer bitte schreibt so einen Mist?

So, Rest der Geschichte: Leute bleiben im Fahrstuhl stecken, jeder von denen hat irgendwas auf dem Kerbholz. Immer mal wieder fällt das Licht aus, wenns wieder angeht ist einer tot. Klar, Paranoia greift um sich, die Wachmänner und die Cops werden aufmerksam und versuchen (natürlich vergeblich) irgendwas zu tun. Ein mexikanischer (?) Wachmann, super-duper-oberreligiös natürlich, weiß ganz genau, was da vor sich geht (siehe oben…Teufel…blasülz) und erklärt es dem Cop.

So, kommen wir zum Höhepunkt der Geschichte: Am Ende sind noch zwei Personen am Leben, man kann also annehmen, dass einer von beiden der Teufel ist, der die anderen gekillt hat. Mann und Frau im Lift…Licht geht aus…wieder an…Frau liegt mit durchtrennter Kehle blutend auf dem Boden herum. Oooops. Hinter dem Überlebenden erhebt sich ein anderer, vermeintlich schon toter Charakter (eine nervige alte Frau) und offenbart inklusive „uuuhh-ahhh-dunkle-augen-und-fiese-stimme“-Effekt, dass sie der Teufel ist. Er bietet an, dass der Teufel lieber ihn mitnehmen soll und dafür die Frau (sterbend) am Leben bleiben soll. Von soviel Selbstlosigkeit beeindruckt sagt der Teufel…Achtung, jetzt kommts: „Mist, und ich hätte dich so gern mitgenommen!“ (sinngemäß) und verpufft. Krasse Scheiße, oder? So ein Megabullshit, was ist denn das für ein bescheuertes Ende???

Alle die dachten, „The Happening“ wäre der Tiefpunkt gewesen, werden mit „Devil“ eines besseren belehrt, leider. Absoluter Anti-Filmtipp.

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