Geschnitten, oder vielleicht am Stück?

So muss eine Fortsetzung aussehen! „Dead Space 2“ macht alles richtig, merzt die (wenigen) Schwächen des Vorgängers konsequent aus und ist auf jeden Fall ein mehr als würdiger Nachfolger für mein persönliches Lieblings-SciFi-Horror-Spiel.

Isaac Clarke, der tragische Held, erwacht drei Jahre nach den Ereignissen auf der Ishimura und stellt fest, dass die Raumstation, auf der er sich befindet, erneut von den Necromorph überrannt wird. Gleich zu Anfang wird klar, dass Isaacs Schicksal eng mit dem der Necromorph verknüpft ist, zu allem Überfluss erscheint ihm ständig seine tote Freundin, die wenig aufbauende Dinge zu sagen hat und für den gelungenen Horror zuständig ist. Daneben bietet Teil 2 wesentlich abwechslungsreichere Umgebungen, drei neue Waffen und ein paar Detailverbesserungen (Isaacs Wegweiser zeigt jetzt z.B. auch den nächsten Speicherpunkt oder Shop an, sehr sinnvoll…). Wie schon im ersten Teil nimmt nach der Hälfte des Spiels der Actionanteil kräftig zu, während Level 10 meinen persönlichen Höhepunkt darstellt: es geht zurück auf die Ishimura, die inzwischen im Dock liegt und vermeintlich verlassen ist…Pustekuchen! Isaacs Besuch auf dem Schiff zählt zu den allergruseligsten Momenten im Spiel, wirklich grandios gemacht. Die letzten Levels sind knackig schwer, wirklich toll gemacht, ich habe das eine oder andere Mal kurze Pausen gemacht, weil das Spiel so enorm packt und den Adrenalinspiegel wirklich in die Höhe treibt.

Impressionen aus Level 10:

httpv://www.youtube.com/watch?v=a5itHXFOXL8

Technisch merkt man der Engine zu keinem Zeitpunkt an, dass alles unter DX 9 läuft. Atmosphärisch eindrucksvolle und technisch wirklich großartige Lichtspielereien tragen massiv zur Stimmung bei, die Ausflüge in die Schwerelosigkeit sind noch eine ganze Ecke packender als im Vorgänger. Die „taktische Zerstückelung“ der Gegner macht noch immer viel Spaß, die Waffen sind wie schon im Vorgänger interessant und sorgen für heftige Splatterorgien. Meine Favoriten: die „Line-Gun“ und natürlich das „Assault Rifle“. Die Story wird mysteriös inszeniert, spannend präsentiert und hält die eine oder andere Wendung bereit. Besonders Isaacs Schicksalsgenosse Stross offenbart häppchenweise, was eigentlich passiert ist. Sehr gut! Hin und wieder flammt sogar etwas Humor auf, besonders die Schlusssequenz wird Kenner des Vorgängers zum Schmunzeln bringen. Und ja, den Abspann sollte man sich wirklich bis ganz zum Schluss anschauen…

Ein blutiges, super-düsteres Survival-Horror-Abenteuer mit einer Atmosphäre zum Schneiden (haha!), das ist „Dead Space 2“. Pflichtkauf für alle SciFi-Horror-Freunde. Wer den ersten Teil mochte, greift sowieso zu. Ach ja, V-Sync ließ sich bei mir nur über „Radeonpro“ aktivieren, ingame wurde das Spiel sonst quälend langsam. Also einfach im Spiel ausschalten, dafür treiberseitig mit Radeonpro erzwingen, wenn man eine ATI-Karte hat.

Ich mache mich dann schon mal bereit für den nächsten Durchlauf, diesmal mit anderen Waffen und auf „zealot“-Schwierigkeitsgrad.

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