Hinter den Erwartungen…

…zurück bleiben leider die beiden Filme, zu denen ich hier meine Meinung kundtun möchte. Am Wochenende war mal wieder Zeit, sich die eine oder andere DVD auszuleihen. Leider war das Ergebnis eher enttäuschend. Aber lesen Sie selbst.

Schon lange wollte ich „The Broken“ mit der aus Terminator S.C.C. bekannten Lena Headey sehen, weil ich Gutes über den Film gelesen hatte und die Idee interessant klang: Eine Frau begegnet eines Tages einer perfekten Doppelgängerin ihrer selbst, folgt dieser in eine Wohnung und findet dort Fotos ihrer eigenen Familie. Klingt mysteriös, genau nach meinem Geschmack.

„The Broken“ ist ein perfektes Beispiel dafür, wie ein Film in den ersten 50 Minuten grandiose Spannung aufbauen kann, sehr geschickt mit der Wahrnehmung des Zuschauers spielt und auch von der Inszenierung mit großen Vertretern des Genres mithalten kann. Dagegen fällt die zweite Hälfte des Films deutlich ab. Spätestens ab der blutigen Szene in der Badewanne verkehrt sich das mysteriöse Gruselspiel zu einem recht öden und vorhersehbaren Slasher. Wie kann man eine so großartige Idee nur so in den Sand setzen? Dass zum Schluß eigentlich keine einzige Frage beantwortet wird, vor allem nicht die Frage, warum die Spiegelbilder so gewalttätig sind, fällt da kaum mehr ins Gewicht.

Naja, nichts für ungut, hier trotzdem der Trailer zu „The Broken“.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=Q0nKZd9UxuI

(Quelle)

Zweiter Film auf meiner Liste war „The Tracey Fragments“ mit Ellen Page. Nach ihrer tollen Leistung in „Hard Candy“ scheint Miss Page auf krasse Rollen abonniert, obwohl ich „Juno“ sehr seicht und wenig spannend fand. Nach dem ganzen Hype war es einfach ein linearer Film über ein schwangeres Mädchen ohne wirkliche Höhepunkte oder die erwarteten Tabubrüche.

Zurück zu „The Tracey Fragments“. Zunächst erstmal der Trailer, der auf jeden Fall interessant und abgefahren daherkommt.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=b-TbdIKhvn4

(Quelle)

Die krasse Optik durchzieht den gesamten Film, ständig gibt es einander überlagernde Bildschnipsel, so dass man beim ersten Ansehen unmöglich alles mitbekommen kann. Das ist aber (leider) auch nicht nötig. Die optischen Spielereien haben keinerlei Bezug zur Handlung, hier wurden diese Collagen-Technik, Split-Screen und andere Spielereien einfach nur so eingebaut, um zu zeigen, was ein fähiger Cutter so drauf hat.

Ich hatte ursprünglich mit einer komplexen, verschachtelten Handlung gerechnet, die man sich mühsam (aber motiviert) zusammenbauen muss, aber der Film bietet leider nichts dergleichen. Die Geschichte ist lahm, die gesamte Sequenz mit Traceys komischer Junkie-Bekanntschaft hätte man komplett weglassen können, am Schluss wird das Schicksal ihres Bruders nicht geklärt, obwohl man vermuten kann, dass dieser ertrunken ist.

Alles in allem ein Film, der leider weit hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt, was man aber wirklich nicht Ellen Page vorwerfen kann, die hier wie immer eine sehr gute Leistung abliefert.

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