Müde Maschinen

Lange habe ich darauf gewartet: Summer Glau als Terminator-Girl, spannende Hetzjagden auf der Flucht vor übermächtigen Gegnern und (für eine TV-Serie) spektakuläre Materialschlachten. So in etwa stellte ich mir „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“ vor. Nach dem desaströsen dritten Teil der Filmsaga konnte es eigentlich nur besser werden. In diesem Zusammenhang bin ich wirklich sehr gespannt auf „Terminator: Salvation“ mit Christian „Patrick Bateman“ Bale.

Doch zurück zur Serie: Der Trailer war sehr interessant, noch dazu fand ich Summer Glau schon als „River Tam“ in Firefly super (und als Ballettänzerin in Angel und als Nebenrolle in 4400).

httpv://www.youtube.com/watch?v=OjLne16FKmQ

Leider bin ich derzeit ziemlich enttäuscht von der vielversprechenden Serie. Spannungsarm und ohne wirklich Höhepunkte (von der netten Zeitreise-Idee zu Anfang mal abgesehen) plätschert die Handlung dahin. Wenig Action, kaum richtig spannende Sequenzen und mit dem Terminator „Cromartie“ ein nicht wirklich bedrohlicher Gegner vermögen es kaum, an den Bildschirm zu fesseln. Einzig die drohende Apokalypse und die Ungewissheit, was als nächstes getan werden muss, um den Tag des jüngsten Gerichts zu verhindern, lassen ein wenig Stimmung aufkommen. Außerdem lässt die Waffenwahl teilweise echt zu wünschen übrig…ein noch kleineres Kaliber als die 9mm-Glock war wohl nicht zu bekommen, oder? In der letzten Episode kam wenigstens eine MP5K zum Einsatz, die allerdings auch nur Kaliber 9mm verschießt. Da kann Cameron auch gleich mit Steinen werfen, die richten vermutlich sogar mehr Schaden an gegnerischen Terminatoren an.

Alles in allem verschenkt die Serie viel Potential, die Figur der Sarah Connor ist meines Erachtens zu menschlich, zu wenig fanatisch, wenn man sie mit der von Linda Hamilton verkörperten Figur aus T2 vergleicht. Diese war in höchstem Maße besessen von der Idee, Ihren Sohn mit allen Mitteln zu verteidigen und auch bereit, dafür ggf. unschuldige Menschen zu opfern. Der Versuch, dem Terminator Cameron (Summer Glau) menschliche Züge zu geben, scheint dahingegen gut gelungen, es ist wirklich creepy, wenn sie beiläufig menschliche Gesten zeigt, die man von einer emotionslosen Killermaschine nicht erwarten würde.

Ich werd´s weiterschauen, immerhin ist das Angebot an interessanten Serien im Moment doch sehr…nun ja…überschaubar.

Advertisements

2 Gedanken zu “Müde Maschinen

  1. Mir geht vor allem auf den Saque, daß die in jeder Folge mindestens einen Terminator (wenn nicht gar mehr) umlegen.

    Im ersten Teil (der sowieso der Beste ist) ist Kyle Reese noch im Kampf gegen einen! Terminator verreckt – und der kam aus der Zukunft, hatte also Erfahrung darin, Terminatoren umzulegen – und Sarah hat nur überlebt, weil sie den ollen Roboter in eine Metallpresse locken konnte.

    Gefällt mir

  2. Ja, der Verschleiß an Gegnern sorgt auch dafür, dass dieses Gefühl, von einem wirklich unbesiegbaren Gegner gejagt zu werden, völlig weg ist. Wenn ich mich an die Szene aus T2 erinnere, wo der T1000 die Helden durch das Parkhaus jagt, inkl. weggeschossenem Kopf, Verfolgungsjagd zu Fuß und krasser Musik…das ist nach wie vor eine meiner Lieblingszenen überhaupt. Damit kann Terminator S.C.C. leider überhaupt nicht konkurrieren. Die Terminatoren sind Kanonenfutter.

    Ja, der erste Teil ist super, aber ich LIEBE Robert Patrick als T1000 und daher ist für mich Teil 2 der beste 🙂
    Hab gelesen, dass es davon einen Extended Cut gibt, der noch jede Menge neue Szenen enthält…mal schauen, ob man den irgendwo günstig bekommt.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s