Meinungsmache 2.0

Dass Herr Prof. Dr. Christian Pfeiffer ein Problem mit Medienformen und -inhalten hat, zu denen er keinen Bezug hat und auch gern mal Ursache und Wirkung vertauscht, dürfte hinlänglich bekannt sein. Wer nicht weiß, wovon ich rede, der gebe bitte mal bei Google „christian pfeiffer killerspiele“ ein. Alles klar?

Doch nun scheint der Wahn des Zensierens, Verteufelns und sich-medienwirksam-in-Szene-setzen einen neuen Höhepunkt erreicht zu haben.

In der Gamestar liest man im Artikel „Die Spielefeinde machen mobil“ folgendes: „Computerspiele, so die überraschende Erkenntnis, sind im Wesentlichen Teil einer industriell-militärischen Verschwörung, gedeckt und gefördert von der Politik.“ So sieht also die paranoide Welt des Herrn Pfeiffer aus. Ach übrigens, die Space Invaders, die 1947 in Roswell gelandet sind, stecken auch mit drin. Kleiner Scherz.

Lesenswert an anderer Stelle, wie Herr Pfeiffer bloße Vermutungen mit wissenschaftlichem Anstrich versieht und sie dadurch zu legitimieren versucht. Besonders schön: es werden Neurobiologen erwähnt! Das macht das Ausgehen von falschen Voraussetzungen und die völlig haltosen Thesen natürlich wieder wett.

Ich weiß nicht, was Kriminologen im Studium so lernen, aber Herr Pfeiffer scheint bei der Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten gefehlt zu haben, soviel steht fest. Dafür könnte er heute sicher blendende Vorlesungen zu Themen wie: „Populismus als Ersatz für Kompetenz“ oder „Wie man aus einem Vorurteil eine wissenschaftlich anmutende These macht“ halten und nebenbei zeigen, wie man sich in fünf einfachen Schritten trotz fehlender Sachkenntnisse zum Experten erklärt.

Wissenschaft? Fehlanzeige.

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